28. 12. 2011, Meisterschaft Regionalliga
Heute war ein Besuch im Badnerland angesagt. Das Auto wurde an der Eishalle parkiert, und mit dem Bus in die Innenstadt gefahren. Durch die Fussgängerzone gibt es diverse Geschäfte und Kneipen zu entdecken. Ein Second Hand Musikladen wurde nicht gefunden, so das es kurz in den Karstadt reinging. Und mit dem Rathaus und dem Münster kommen gleich mal Heimatgefühle auf. Nur dass das Freiburger Münster 3x so gross ist wie unseres. Das betreten war natürlich Pflicht. Auf den Aufstieg zum Turm wurde aber verzichtet, ich war nun lange genug zu Fuss unterwegs.
In der Stadionkneipe namens Zamboni wurde rasch was gegessen, ehe man auf die Freiburger Freunde traf. Frühzeitig ging es in die Halle, die heute recht voll wurde. Der EHC Freiburg spielt in der Regionalliga Süd / West, was unserer 2. Liga entspricht. Bis vor einem Jahr waren sie noch in der 2. Bundesliga. Nebst dem sportlichen Abstieg kamen noch Geldprobleme hinzu, so das es gleich 2 Ligen runterging. Der Stimmung tut dies keinen Abbruch, auch wenn sie heute nicht so toll gewesen sein soll. Sagen zumindest die Einheimischen. Denn 3`800 Zuschauer und eine singende Nordkurve ist schon imposant. Zumindest im vergleich zu unserer 1. Liga. Grad mal Winterthur und Herisau bewegen sich im 1`000 Schnitt. Chur kommt auf etwa 500 Anwesende pro Spiel. Warum gerade Chur? Tja, weil heute in Freiburg Derby war. Die Wölfe spielen gegen den Erzfeind aus Schwenningen. Wenn auch nur das 2. Team so das mal grad 60 Gästefans da waren. Richtig Derbystimmung kam auch erst gegen Schluss auf. Doch dazu komm ich später.
Erstmal ging Freiburg in Führung. Gespielt waren 49 Sekunden. In der 13. Minute wurde auf 2 : 0 erhöht. Vor der Pause gelang den Gästen der Anschluss durch einen Shorthander. Doch da war ich schon draussen am Bierstand. Was sich als Fehler erwies. Denn mein Stehplatz war weg, und ein dahinkommen ausweglos. So platzierte ich mich zuoberst, wo einem Holzbalken die Sicht etwas verdecken. Dennoch hab ich 2 Tore zur 4 : 1 Führung mitgekriegt. Freiburg war klar stärker. Es waren aber viele Einzelaktionen die zum Sieg führten. Viel zu oft wurde vor dem Tor noch mit der Scheibe gespielt, anstatt mal zu schiessen. Vom Tempo her könnte Arosa wohl mithalten. Auch die Härte fehlte ein wenig. Dies änderte sich im letzten Abschnitt schlagartig. Die Gäste aus Schwaben prügelten sich ihren Frust von der Seele. Dazu kamen reichlich Provokationen gegen die Heimfans. Die Halle kochte nun, und ich hatte doch noch Derbystimmung.
Nach dem Spiel ging es zurück ins Zamboni, um sich noch etwas zu unterhalten. Bald war mal Abschied nehmen angesagt. Ich hoffe auf einen baldigen Besuch. Leider ist der Spielplan mit Freitag Abend etwas unglücklich gestaltet.