Sonntag, 24. November 2013

EHC Arosa - EHC Winterthur 4 : 2

23. November 2013, Meisterschaft 1. Liga

Nach den letzten Niederlagen, rechnete niemand mit einem Sieg. Obschon, das Hinspiel in Winterthur war ausgeglichen, und zähle ich zu den besseren Partien ( nebst Seewen ). Der Anfang war wie gewohnt bei Arosa. Man gerät nach zwei Minuten in Rückstand, und steht beim zweiten Gegentreffer artig Spalier. Da kann die frisch geholte Wunderwaffe aka Flavio Lüdke auch nichts ausrichten.
Vierzig Sekunden vor der letzten Pause dann die erfreuliche Wende. Bigliel gelingt der Anschlusstreffer, und Winterthur weiss nicht, wie ihnen geschieht. Denn Arosa ist wie verzaubert, und spielt endlich einmal Eishockey! Lipp gelingt in der 44. Minute der Ausgleich, und Schett trifft aus spitzem Winkel. Gerade Schett, der sonst eher etwas unsicher wirkt, wenn er die dicken Chancen auf dem Stock hat. Nun begann das 10 minütige zittern für uns Fans. Doch irgendwie schien die Bündner Verteidigung auf einmal souverän. Winterthur fand kein Weg auf das Tor, und eine Verlängerung war nie ein Thema. Das man da den Torwart rausnimmt, und somit den 4. Treffer kassiert, ist eigentlich normal. Auch wenn in und rund um Arosa in dieser Saison nichts normal ist. Danke Jungs - hat Spass gemacht!
Was nicht Spass gemacht hat, war der Schiedsrichter, und einige Akteure der Gäste. Bei hohem Stock kassiert das Opfer zwei plus zwei Strafminuten, der Täter spielt weiter, und markiert noch den Dicken! Tja, Gott straft schnell, und ihr geht ohne Punkte heim - Ätsch. Nach dem Spiel war der Ärger aber vergessen, und es ging zum feiern noch ins Rest. Waldegg. Es ist auch mal schön, wenn der Autor dieses Blogs mitfahren darf, und die Aussicht und den Sieg geniessen kann Merci Beaucoup!

Sonntag, 17. November 2013

Argovia Stars - EHC Laufen 5 : 3

#98 - 16. November 2013, Meisterschaft 2. Liga

Nach dem Abstieg des SC Wettingen aus der 1. Liga, versuchten sie sich via Zusammenarbeit mit anderen Mannschaften über Wasser zu halten. Dies ist ihnen halbwegs gelungen. Auf diese Saison hin erfolgte die Fusion mit dem EHC Aarau. Während die 1. Mannschaft in Aarau spielt, habe ich das Glück das 2. Liga Team auf der Eisbahn Tägerhard in Wettingen zu verfolgen.
Etwas überrascht stand ich vor einer offenen Eisbahn, da ich eigentlich mit einer Halle gerechnet habe.  Die alte Holztribüne beherbergt stumpenrauchende Senioren, während das Klubhaus nebst Getränken auch Pizza und Süssigkeiten anbietet. Vom Bratwurststand aus sieht man aufs Eisfeld. Ich leistete mir den Eintritt und setzte mich auf die Tribüne.
Die Argovia Stars lagen nach 11 Minuten unspektakulär in Führung. Laufen konnte noch vor der ersten Pause ausgleichen. Der Anschusstreffer war ein satter Hammer, und der Ausgleich wurde irgendwie reingedrückt. Im zweiten Abschnitt wurde etwas Hobby Eishockey geboten. Es war keine Augenweide, aber die Fürhung für die Gäste durchaus verdient. Argovia fiel mit Einzelaktionen auf, und bemühte sich kaum vor dem Tor. Im letzten Drittel hatten sie sich wieder gefangen. Die unglück agierenden Basler schienen etwas müde, und konnten den dritten Gegentreffer nicht mehr kontern. Auch wurden dumme Strafen genommen, die nicht gerade zur guten Laune beitragen. Der Sieg für die Argovia Stars ist nicht unverdient, denn sie taten mehr dafür.

Samstag, 9. November 2013

EHC Rot Blau Bern Bümpliz - HC Mühleturnen 5 : 2

9. November 2013, Meisterschaft 2. Liga

Genug bedient von den letzten Eishockeyreisen, nehme ich mir heute ein Auszeit. Doch so sein lassen kann ich es gleichwohl nicht. So geht es auf die Kunsteisbahn Weyermannshaus zu den Rot Blauen.
Nach 14 Minuten lag das Heimteam mit 3 : 0 in Führung, ehe kurz vor der Pause Mühleturnen ein Tor gelang. Doch Rot Blau kam nie gross in Bedrängnis. Und wenn, stand ein Verteidiger da, oder Tschannen richtig im Tor. Stocktechnisch war Mühleturnen limitiert, und bekamen selten genug Platz. Auch nach dem 4 : 2 durch die Gäste, hatte ich nie das Gefühl, nervös zu werden. Das fünfte Tor fiel neun Minuten vor Schluss, und war das Tüpfelchen auf dem i. Schöner in die untere rechte Torecke kann man nicht treffen.
Für mich eine Wohltat nach dem Mittwoch. Ein verdienter Sieg, der mit einer Showeinlage der Anhänger gefeiert wurde.

EHC Dübendorf - EHC Arosa 14 : 2

6. November 2013, Qualifikation Schweizer Cup

Was in Deutschland, sowie der 3. und 4. Schweizer Liga etabliert ist, findet nun in den drei höchsten Spielklasse ein Comeback. 1972 fand die letzte Austragung statt, damaliger Sieger war Servette Genf. 12 Teams aus der National League A, und 10 aus dem B nehmen teil. Dazu gesellen sich 10 Teams aus der 1. Liga. Für diese startet heute die Qualifikation. Schade dass die drei Gruppen nicht gemischt wurden. Ich wäre gerne nach Morges oder Worb gefahren. Die Durchmischung erfolgt dann wohl im eigentlichen Wettbewerb. Stattdessen geht es an einem Mittwoch Abend einmal mehr nach Dübendorf. Nach den zuletzt schwachen Leistungen, ist der Gästeblock nur spärlich gefüllt.
Ebenso spärlich war die Leistung. Die Bündner führten nach sechs Spielminuten verdient mit 2 : 0. War das diese Saison schon mal der Fall? Egal, denn was folgte stellte alles in den Schatten. Innert 2, 09 Minuten drehte Dübendorf das Spiel und führte mit 3 : 2. Gegenwehr von Arosa? Null! Ein Aufbäumen oder Checks? Null! Sich ins Spiel zurück kämpfen? Null! Stattdessen lässt man den Gegner wie in einem Training gewähren, und schiebt sich ein bisschen den Puck hin und her. Und wenn man die Scheibe mit ein wenig streicheln nicht erwischt, begeht halt man Fouls. HALLO JUNGS! Dies ist Eishockey!
Nach 15 Minuten und dem sechsten Gegenwehr ersetzte Auhilfstrainer Manojlovic Torwart Lütscher durch den Torwart Gadient. Und nein, es lag definitiv nicht am Goalie. Auch wenn Lütscher einen schlechten Tag erwischte. Aber das hat das Team wohl schon seit Wochen. Kann ja nicht sein, das vier eigene Spieler vor dem Tor herumstolpern, und der Gegner den Puck trotzdem unterbringt. Wie wärs mal mit Training in Arosa? Was genau wird in der Vorbereitung einstudiert und geübt? Arosa wird gezwungen, verletzungsbedingt Linien umzustellen. Haben andere Mannschaften auch. Und wir haben nicht erst seit gestern Verletzte im Team.
Noch Fragen?

Sonntag, 3. November 2013

HC Bassecourt - HC Courrendlin 10 : 6

#97 - 2. November 2013, Meisterschafr 3. Liga

Die Fahrt nach Delémont war von kurzer Dauer, dafür die Stadionsuche umso länger. Entschädigt wurde ich dafür mit reichlich Toren. Die Halle selber errinnert an eine moderne Version Chiasso. Eine Längsgerade sowie beim Eingang ist sie offen. Das massive Holzdach sieht aus, wie aufgesetzt, ebenso die hochgelegene Zuschauertribüne. Nebst dem Stadionrestaurant gibt es einen Kiosk, wo man sich während dem Spiel seinen Kaffee hohlen kann.
Auch wenn die Gäste in Führuing gingen, Bassecourt war das bessere Team. Courrendlin brauchte sein Timeout bereits nach 15 Minuten und dem 3 : 1. Es waren auch dämliche Tore. Der Puck prallt ab, der Verteidiger sieht es zu spät, und Bassecourt Stürmer nebendran ist der lachende Dritte. Dazu kommt ein Eigentor. Courrendlin Spieler hinter dem Tor will die Scheibe wegspielen, und trifft den Spieler vor dran. Im Mitteldrittel fielen die Tore wie reife Äpfel. Bassecourt liess die Gäste immer wieder rankommen, um dann gleich den Vorsprung wieder auszubauen. Quasi so ein schnuppern am Ausgleich, um dann einen drauf zu setzen. Der Sieg in dieser Höhe geht klar in Ordnung. Im Vergleich zum Spiel in Moutier war hier etwas mehr Härte drin, und das Tempo eine Spur höher. Doch machte es auch hier den Anschein, das sich die Spieler untereinander kennen, denn es kam oft zu freundschaftlichen Schulterklopfer. Soweit liegen die Dörfer nicht auseinander. Und im Vergleich zum idyllisch wirkenden Moutier, kam mir Delémont vor wie eine Grossstadt. Mag vielleicht auch an der beginnden Dunkelheit gelegen haben.
So langsam rückt mein hundertster Ground in Griffnähe. Und ich mach mir mal Gedanken für das Jubiläum. Wann und wo auch immer.

HC Crémines - CP Court 6 : 4

#96 - 3. November 2013, Meisterschaft 4. Liga

Vorbei sind die Zeiten, als sich Berntreue und jurassiche Seperatisten mit allen Mitteln bekämpften. Demnächst steht eine Abstimmung über die Erweiterung des Kantons Jura an. Moutier liegt an der Kantonsgrenze, gehört politisch zum Kanton Bern, und vefügt mit dem HC Moutier über einen Hockeyclub in der 2. Liga. Aus zeitlichen Gründen reicht es mir heute nur für das 4. Ligaspiel zwischen den Nachbardörfern Crémines und Court. Ähnlich wie am Vorabend ( in Château-d`Oex ) verlief hier der Spielverlauf. Das Heimteam lag nach fünf Minuten in Front, kassierte zwei Tore zum Ausgleich, und holte sich vor der ersten Pause den Vorsprung zurück. Fünf Tore in einem Drittel macht schon Spass. Denn das Spiel selber verfügt über viele Stockfehler. Crémines führte die etwas feinere Klinge. So folgte das vierte Tor, wo von den Gästen überraschenderweise rasch gekontert wurde. Und nicht nur, denn nach Spielmitte gelang Court der Ausgleich zum 4 : 4. Zwanzig Minuten riechte es nach Verlängerung. Doch Crémines suchte und fand die Führung. Mit dem sechsten Treffer zwei Minuten vor Schluss war die Sache gegessen, und für mich ging es weiter in den Kanton Jura.
Noch zur Halle: Mit dem Holzdach, genügend Stehplätzen ( auch hinter dem Tor ) und einer Tribüne bleiben keine Wünsche offen. Was mich in der Wetschweiz immer wieder erstaunt, sind die grossen Parkplätze, und ein reichliches Angebot im Stadionrestaurant. Hier ist das Eishockey noch ein Familientreffen, und kein Event mit was weiss ich für Prominente. Gefällt mir!

HC Château-dÒex - HC Portes du Soleil 5 : 4

#95 - 2. November 2013, Meisterschaft 2. Liga

Der Weg nach Château d-Oex führt über Freiburg und Bulle. Ist aber auch erreichbar von Zweisimmen her. Mein Kumpel und ich bervozugten die Variante Auto.
Interessanterweise hat meine Mutter dort ihr Französisch Jahr absolviert.Gab damals aber wohl noch keine Eisbahn, und ein Blick auf den Dorfeingang vermittelte mir einen modern wirkenden Platz. Auch die Eisbahn sieht alles andere als altbacken aus. Sie beherbergt ein Bowlingcenter, ein asiatisches Restaurant, und eine Tribüne aus Gerüst und Bretter. Zu unserer Freude ist es eine offene Eisbahn ohne Dach und Schnickschnack. Einzig ein Grillstand oder Sandwiches als kurze Verpflegung fehlen. Denn beim Hockey hat man nicht noch Zeit zum schlemmen.
Das Spiel bot ein überraschend hohes Tempo und viel Abwechslung. Die Gäste aus Port du Soleil führten nach acht Minuten. Château-d`Oex wirkte saftlos, und es sah nach Einbahn Hockey aus. Doch wehe, wenn sie losgelassen! Ein Tor nach Konter brachte die Wende. Urplötzlich lag das Heimteam nach 23 Minuten mit 3 : 2 in Front. Dann passierte tortechnisch zehn Minuten nichts. Ein Doppelschlag innert einer Minute liess die Gäste wieder führen. In der 47. Minute gelang Château der Ausgleich, und sie suchten sogleich die Entscheidung. Portes du Soleil wirkte stehend K.O., und kam kaum mehr vors Tor. Es waren recht kuriose Tore die fielen. So passt der Siegestreffer elf Sekunden vor der Sirene zum Spiel.
Die 132 Zuschauer sorgten für eine würdige Ambiance, und das Wetter sstimmte ebenso. Kann mir vorstellen, das es im Dezember / Januar sehr kalt werden kann.