17. Oktober 2015, Meisterschaft 1. Liga
Pub Besuch mit dem einheimischen Anhang, oder direkt zum Stadion? Die Bratwurst lockt, und ich treffe auf eine illustre Jassrunde. Ob sie wohl ausjassen, wer am Schluss die besseren Karten hat? Denn Partien gegen Seewen enden selten mit einem klaren Sieg. Im Gegenteil, man schenkt sich keinen Meter auf dem Eis.
So auch heute, wo Seewen gleich zu Beginn auf das Gaspedal drückt. Arosa bemüht sich und kann sich nach und nach lösen. Dennoch kassiert man kurz vor der Pause den ersten Gegentreffer. Im zweiten Drittel spielt fast nur Arosa. Auch wenn Seewen zu Chancen kam, so waren es Brändli, Loosli und Y. Bruderer die eine komfortable 1 : 3 Führung erspielten. Es ist ein Drittel mit viel Strafen, was für ein umkämpftes Spiel zeugt. Und einen überforderten Schiri. Wenigstens pfiff er das Icing beiderseits selten bis nie – haarsträubend! Haarsträubend kann man auch das letzte Drittel bezeichnen. Der alte Hase Schett erzielt innert drei Minuten zwei Tore. Die Schanfigger liessen sich wohl von den Feierlichkeiten auf der Tribune anstecken. Denn bis zur 50. Minute kassierte man zwei Gegentreffer. Yannick Bruderer konnte mit seinem zweiten Treffer etwas beruhigen. Doch Seewen schlug erneut mit zwei schönen Toren zu. Der Gast war nicht nur hinten ein Hühnerhaufen. Fehler um Fehler liess die Seebner ins Spiel kommen. Der Tritt wurde auch nach dem Timeout nicht gefunden. Zum Glück entwischte 1:18 Minute vor Schluss Michael Loosli aus dem eigenen Drittel und traf ins leere Tor. Nun war aufatmen und feiern angesagt. Das Team wurde von den 50 mitgereisten Supporters mehrmals zur Welle aufgefordert. Überhaupt war es zwischendurch massiv laut in der Kurve. Fragt man sich schon, wo die Leute in den letzten Jahren blieben.
Trotz dem Sieg schenkten mir die Seewen Anhänger noch einen Schnupf, ehe es gen Heimat ging. Zumindest weiss ich jetzt, warum ich die Finger von dem Teufelszeug lasse. Bis zum nächsten mal.....