Sonntag, 18. Oktober 2015

EHC Seewen - EHC Arosa 5 : 7

17. Oktober 2015, Meisterschaft 1. Liga

Pub Besuch mit dem einheimischen Anhang, oder direkt zum Stadion? Die Bratwurst lockt, und ich treffe auf eine illustre Jassrunde. Ob sie wohl ausjassen, wer am Schluss die besseren Karten hat? Denn Partien gegen Seewen enden selten mit einem klaren Sieg. Im Gegenteil, man schenkt sich keinen Meter auf dem Eis.
So auch heute, wo Seewen gleich zu Beginn auf das Gaspedal drückt. Arosa bemüht sich und kann sich nach und nach lösen. Dennoch kassiert man kurz vor der Pause den ersten Gegentreffer. Im zweiten Drittel spielt fast nur Arosa. Auch wenn Seewen zu Chancen kam, so waren es Brändli, Loosli und Y. Bruderer die eine komfortable 1 : 3 Führung erspielten. Es ist ein Drittel mit viel Strafen, was für ein umkämpftes Spiel zeugt. Und einen überforderten Schiri. Wenigstens pfiff er das Icing beiderseits selten bis nie – haarsträubend! Haarsträubend kann man auch das letzte Drittel bezeichnen. Der alte Hase Schett erzielt innert drei Minuten zwei Tore. Die Schanfigger liessen sich wohl von den Feierlichkeiten auf der Tribune anstecken. Denn bis zur 50. Minute kassierte man zwei Gegentreffer. Yannick Bruderer konnte mit seinem zweiten Treffer etwas beruhigen. Doch Seewen schlug erneut mit zwei schönen Toren zu. Der Gast war nicht nur hinten ein Hühnerhaufen. Fehler um Fehler liess die Seebner ins Spiel kommen. Der Tritt wurde auch nach dem Timeout nicht gefunden. Zum Glück entwischte 1:18 Minute vor Schluss Michael Loosli aus dem eigenen Drittel und traf ins leere Tor. Nun war aufatmen und feiern angesagt. Das Team wurde von den 50 mitgereisten Supporters mehrmals zur Welle aufgefordert. Überhaupt war es zwischendurch massiv laut in der Kurve. Fragt man sich schon, wo die Leute in den letzten Jahren blieben.
Trotz dem Sieg schenkten mir die Seewen Anhänger noch einen Schnupf, ehe es gen Heimat ging. Zumindest weiss ich jetzt, warum ich die Finger von dem Teufelszeug lasse. Bis zum nächsten mal.....

Dienstag, 13. Oktober 2015

EHC Freiburg - Lausitzer Füchse 3 : 4

11. Oktober 2015. Meisterschaft DEL 2

Die Freiburger Wölfe wollen sich in der DEL 2 festbeissen. Was bis dato noch nicht recht gelingen will, und man Lehrgeld bezahlt. Wohl
etwas mehr als einem lieb ist. Heute führt mich der Weg allerdings zum Gegner. Die Lausitzer Füchse stammen aus Weisswasser im Osten Deutschlands. Die SG Dynamo Weisswasser wurde zwischen 1951 – 1990 25 mal Meister der DDR. Nach dem Fall der Mauer gelang der Sprung ( mittels Fusion mit Chemnitz ) in die westdeutsche Liga. Es folgte die Insolvenz, eine Neugründung der Profimannschaft und die Umbenennung in EHC Lausitzer Füchse. Seit 1997 ist man ein fester Bestandteil der 2. Bundeslia, die sich jetzt neu DEL 2 nennt.
Wenden wir uns nun der Geschichte auf dem Eis zu, wo mein Herz heute Nachmittag – Tradition hin oder her – ganz den Freiburgern gehört.
MitTradition gewinnt man keine Spiele. Doch die Erfahrung und Kaltblütigkeit vor dem Tor war heute die halbe Miete. Freiburg war im ersten Drittel überlegen, konnte die Scheibe aber nicht im Tor unterbringen.Lausitz nutzte die wenigen Chancen und ging zweimal in Führung. Petr Haluza sorgte mit dem zweiten Überzahltor für den 2: 2 Gleichstand zum ersten Tee. Eine erneute Führung durch Lausitz vermochten die Freiburger nicht zu beantworten. Überhaupt klappte im Mitteldrittel gar nichts. Keeper Mathis lässt sich mit dem Bubentrick erwischen, und beim 2 : 4 steht der Torschütze allein vor dem Wölfe Tor. Ab in die zweite Pause und frische Luft tanken. Was wirkte. Denn der Gastgeber vernmochte an das erste Drittel anzuknüpfen. 48 Sekunden nach Wiederanpfiff verwertete Tobias Kunz ein Powerplay zum Anschlusstreffer. Die Füchse aus dem Osten standen hinten dicht, und störten den Gegner stets beim Spielaufbau. Was ab und an für gefährliche Konter sorgte. Freiburg bemühte sich und setzte in der 50. Minute zur Schlussoffensive an. Doch der Ausgleich wollte nicht gelingen, und die Lausitzer konnten sich am Ende von ihrem zahlreich angereisten Anhang feiern lassen. Die Badner bekamen aus der Heimkurve ebenso Applaus. Gerechtfertigt, den Einsatz und Kampf stimmten.
Nach einem kurzen Schwatz am Bierstand ging es dann Richtung Schweiz. Schliesslich war Sonntag Abend, und man musste am nächsten Morgen auf Arbeit. Was ich auch grad so hinkriegte. Erlebnis Eishockey einmal mehr unbezahlbar.

Sonntag, 11. Oktober 2015

EHC Arosa II - EHC Uzwil II 3 : 6

10. Oktober 2015, Meisterschaft 4. Liga

Zwar nicht vor Ort anwesend, darf hier aber dennoch erwähnt werden. Die zweite Mannschaft des EHC Arosa startete mit einem Heimspiel in die neue Saison. Zu einem Punktgewinn reichte es noch nicht. 101 Zuschauer unterstüzten das Team, und sahen eine 3 : 6 Niederlage.
Ein Spielbesuch vom 2 ist geplant. Mal gucken, wie und wo und wann. Denn auch die jungen Wilden verdienen unseren Support!

EHC Pikes Oberthurgau - EHC Arosa 1 : 4

10. Oktober 2015, Meisterschaft 1. Liga

Nicht sehr viel Verkehr und kurzes Stocken beim Gubrist Tunnel. So gelangten wir rasch nach Romanshorn. Trotz dem aushelfen beim Souvenirverkauf, reichte es für den obligaten Kaffee vor dem Spiel.
Den Pikes gelang es, gegen das übermächtige Dübendorf einen Punkt zu ergattern. Kein Grund für volle Hosen. Denn der Gast aus dem Schanfigg setzte mit dem 0 : 1 durch Patrick Brändli in der 12. Minute die erste Duftmarke. Die Aroser waren kaum zu stoppen, und bauten den Vorsprung bis zur zweiten Pause auf 0 : 3 aus. Hostettler und Jeyabalan zeichneten sich als Torschützen aus. Erwähnenswert auch die zwei Assists von Sandro Schett. Der dienstälteste Aroser fällt nie gross auf, ist aber stets ein sicherer Wert im Team. Im letzten Abschnitt geriet der Bündner Motor etwas ins Stottern. Die Oberthurgauer darf man nie aus den Augen lassen. Auch sie verzeichneten Torchancen. Zum Teil gefährlich verdeckte Schüsse. Doch Hauser im Tor war auch heute der sichere Rückhalt. Und wenn mal nicht, stand meist ein Aroser im Weg. Den Pikes gelang in der 45. Minute der Anschlusstreffer. Man verspürte eine leichte Nervosität auf den Rängen. Coach Habisreutinger rüttelte die Bündner mittels Time Out noch mal wach. Was die Wirkung nicht verfehlte. Yannick Bruderer erzielte in der 53. Minute das 1 : 4 und die Siegsicherung. Ein in allen Belangen verdienter Sieg. Die Mannschaft liess sich zurecht von erneut zahlreich angereisten Fans feiern. Auch wir feierten auf dem Rückweg noch ein wenig. Wobei Sandwich essen im Auto nicht so das wahre ist. Ich gehe dann mal Staubsauger holen, damit  zur nächsten Fahrt mit dem EHC Arosa alles bereit ist.

Sonntag, 4. Oktober 2015

EC Wil - EHC Arosa 1 : 3

03. Oktober 2015, Meisterschaft 1. Liga

Nachdem Besuch im Februar mit der zweiten Mannschaft, durfte ich heute das Fanionteam ins Bergholz begleiten Vor dem Spiel ging erst mal an den Walensee zum Mittagessen. Über den Rickenpass gelangte man dann zum Stadion. Ein wenig plaudern, und am Souvenirstand des EHC Arosa aushelfen, ehe das Spiel begann.
Der Aufsteiger mit 0 : 15 Toren nach zwei Spielen, konnte sich nur marginal gegen die Gäste behaupten. Zu dominant das Spiel der Schanfigger. Ich sah auch keine grossen Fehler, sondern durch Nando Jeyabalan und Jan Tichy zwei Tore zur Pausenführung. Dies gelang wohl zu einfach, denn mitte des Spiels gerieten die Bündner aus dem Tritt. Fehler häuften sich, die Wiler fanden urplötzlich zu ihrem Spiel und erzielten in der 53. Minute den ersten Treffer der Saison. Irgendwie wurde da die Defensive vergessen.  Gian Luca Hauser musste sich im Aroser Tor kräftig beweisen. Sechs Minuten vor Schluss gelang Michael Loosli das erlösende dritte Tor. Der Jubel unter den 70 mitgereisten Fans war gross, und EHC Arosa holt sich im dritten Spiel den ersten Vollerfolg.
Mit gemischten Gefühlen, aber dennoch voller Glückseeligkeit tuckerte ich gen Heimat. Ein gelungener Ausflug. Und ein grosses Danke für den Kaffee an die Dame meines Herzen.
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