9. Januar 2019, Meisterschaft 1. Liga
Ja, ich fahre immer noch zu Spielen des EHC Arosa. Auch wenn es diese Saison nicht so richtig will. Nun habe ich noch etwas Urlaub, und nutze die Gelegenheit für ein Mittwoch Spiel. Via Zug gelangte ich ins Zürcher Oberland. Und hatte Freude, mal wieder Leute zu sehen wo man nicht oft sieht.
Die Ausgangslage vor dem Spiel hiess Wetzikon als Tabellenleader mit zwei Punkte Vorsprung auf Arosa. Und der Spitzenkampf wurde seinem Namen mehr als gerecht. Ein schnelles Tempo, viele Torschüsse und kleine Nettigkeiten auf dem Eis. Die 1 : 0 Führung der Zürcher wurde rasch egalisiert, die 3 : 1 Führung gar innert 4 Minuten zum 3 : 4 gewendet. Und doch hat es nicht für einen Sieg gereicht. Die Gäste aus dem Schanfigg kamen im Powerplay nicht auf Touren, und wollten den Puck zu oft ins Tor tragen. Nicht das Wetzikon in der Überzahl deutlich besser war. Nur wurde aus allen Lagen geschossen, und Arosa liess sich phasenweise in die eigene Verteidigerzone drängen. So musste man zu Spielmitte den Ausgleich hinnehmen, und in der letzten Spielminute gar den Siegtreffer der Oberländer. Statt einer Tabellenführung sitzt nun die GDT Bellinzona im Nacken, und Frauenfeld in Lauerstellung.
Was die Stimmung nur leicht bedrückte, und ich mich mit meiner Zugbegleitung auf dem Heimweg angeregt unterhielt. Und was gibt es schöneres, als wenn man auf Fussmarsch ab Bahnhof durch Neuschnee stapfen darf.
#112 - 6. Januar 2019, Meisterschaft DEL 2
Spielbesuche des EHC Freiburg in der Schweiz sind zwar offiziell Auswärts. Darf ich als Schweizer aber doch als Heimspiel werten. Richtig auswärts, und weil man noch Urlaub hat, geht es bereits um 5;15 Uhr morgens ab Basel Badischer Bahnhof. So nach und nach füllt sich der Extrazug, und es fliessen bereits die ersten Biere. Ich bin mir Bilder mit Sonderzug bei uns zwar gewöhnt. Aber wenn 480 Freiburger sich am Kassler Bahnhof besammeln, fährt mir das doch ein wenig unter die Haut. Singend und johlend bewegt sich die Masse gen Eishalle.
Und trotz der Führung von Kassel in der 9. Minute wurde einfach weiter gesungen. Das zweite Gegentor zwei Sekunden vor der Pause, ärgerte zwar alle, doch so richtig die Stimmung verderben wollte man sich ( noch ) nicht. Was dann aber nach dem 4. Tor in Minute 35 der Fall war. Und beim 5. Gegentreffer die Luft definitiv raus war. Kassel beschränkte sich auf Resultat halten, und Freiburg auf Kosmetik. Warum man stets 10n Minuten vor Schluss richtig anfängt zu spielen, bleibt mir ein Rätsel. Spielerisch sicher nicht schlechter. Aber irgendwo fehlt der Biss, und die Konsequenz auch mal einen Check zu nehmen. Man lässt den Gegner bis vors Tor kommen, und dann auch noch gewähren. Drei von fünf Toren sind Abpraller, wo der Verteidiger die Scheibe einfach mal weghauen muss. Vielleicht gelang der Heimsieg zwei Tag vorher gegen Deggendorf zu einfach, und man war wohl der Meinung, das es ja funktioniert.
Na gut, wenn es nichts zu feiern gibt, feiert man sich eben selber. So war denn die Stimmung auf der Heimfahrt ausgelassen feucht fröhlich. Der Tag für mich war ziemlich lang, bereitete mir aber trotz Niederlage Freude. Und warum nicht nächste Saison wieder mal ne Reise machen?